Liebesgrüße   |    Liebesgedichte   |    Liebessprüche   |    Flirten   |    Beziehung   |    Sexualität   |    Liebe   |    Liebeskummer   |   
Liebesgedichte
Valentinsgedichte
Verlobung & Hochzeit
Liebeskummer

Gedichte zur Verlobung

Liebesweg

Wenn zwei miteinander geh’n,
Die Sonne ist im Sinken;
Im milden, leisen Abendweh’n
Die ersten Sterne winken.
Am Weg, an dem so überreich
Die Heckenrosen blühen,
Dann in den Düften süß und weiß
Die Wangen höher glühen.
Und weiter geht es, Schritt für Schritt,
nähm doch der Weg kein Ende.
Eins mit dem andern willig mit,
Verschlungen sind die Hände.
Und tiefer, dichter neigen sich
Die grünen Äste nieder,
Und daraus klingen minniglich
Der Vöglein Abendlieder.
Und durch das dichte Laubgeäst
Klingt eine Zauberweise,
Als wär‘ im Wald ein Liebesfest,
Und Märchen schweben leise
Von Blatt zu Blatt, von Ast zu Ast,
und alle Kronen rauschen.
Und zwei Verliebte halten Rast.
Umschlungen beide lauschen.
Wer dieses Rauschen will versteh’n,
Der muß im Wald zu zweien geh’n!


<------------------------------------------------------------------------------------------------------------>
Ja auf einmal ward’s mir klar

Ja, auf einmal ward’s mir klar,
Welch ein Festtag heute war.
Schnell hab‘ ich mich nun gebückt,
Einen Strauß davon gepflückt.
Diesen bringe ich getragen,
Der soll meine Wünsche sagen;
Meine Freude zu bekunden,
Dass ihr beide euch gefunden;
Dass ihr wollt zusammengehn,
Immer zueinanderstehen.
Und die Blüten aus dem Feld,
Aus der goldnen Sonnenwelt
Sprechen aus, daß Lieb und Treue
Täglich um euch blüh’ aufs neue!


<------------------------------------------------------------------------------------------------------------>
Das nimmer trübe Ungemach ...

Dass nimmer trübe Ungemach,
dass fern euch bleibe Not und Schmach,
dass nie ihr eine Träne weint,
dass stets in Liebe ihr vereint,
dass stets ihr aller Sorgen bar,
das wünsch' ich dem verlobten Paar!
(Theodor Fontane, 1819-1888)